Erleichterungen für Abschlussklassen

Um pan­de­mie­be­ding­te Nach­tei­le für Schü­le­rin­nen und Schü­ler aus­zu­glei­chen und gleich­zei­tig Erleich­te­rung zu schaf­fen, hat das Kul­tus­mi­nis­te­ri­um ein umfang­rei­ches Maß­nah­men­bün­del geschnürt.

»Den Schü­le­rin­nen und Schü­lern sol­len trotz schwie­ri­ger Umstän­de kurz- und lang­fris­tig kei­ne Nach­tei­le ent­ste­hen. Die Gesund­heit der Schü­ler und ihre beruf­li­che Ent­wick­lung ste­hen an ers­ter Stel­le. Nie­mand soll fürch­ten, sei­nen Schul­ab­schluss spä­ter nicht aner­kannt zu bekom­men. Wir las­sen die Schü­ler nicht im Stich«, so Kul­tus­mi­nis­ter Chris­ti­an Piwarz.

Das Maß­nah­men­bün­del umfasst neue Vor­ga­ben für den Unter­richt, die Prü­fun­gen und Bewer­tung von Schü­ler­leis­tun­gen. So bekom­men die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Abschluss­klas­sen deut­lich mehr Zeit für die Prü­fungs­vor­be­rei­tun­gen. Sie sol­len in die­sem Jahr vor­ran­gig in den Prü­fungs­fä­chern unter­rich­tet wer­den (»Zeit­schie­ne Unterrichtsbetrieb.pdf«). In ande­ren Fächern kön­nen dafür Abstri­che gemacht wer­den. Auch in den Abschluss­prü­fun­gen steht den Prüf­lin­gen mehr Zeit zur Ver­fü­gung. Eine Opti­on ist die Prü­fung, dass es zur Anpas­sung des Bewer­tungs­maß­stabs für die Prü­fun­gen zum Erwerb des Haupt- und Real­schul­ab­schlus­ses kommt. Dar­über infor­mier­te Kul­tus­mi­nis­ter Chris­ti­an Piwarz die Schü­ler in Brie­fen (Minis­ter­schrei­ben an die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Abschluss­klas­sen der Ober­schu­len und Förderschulen.pdf).

Wesent­li­che Maß­nah­men im Über­blick – eine Auswahl

Ober­schu­len, Abend­ober­schu­len und För­der­schu­len (lern­ziel­glei­cher Unterricht)

Abwahl von Fächern
Real­schü­le­rin­nen und Real­schü­ler der Klas­sen­stu­fe 10 kön­nen sich sehr früh­zei­tig bis spä­tes­tens zum 26. Febru­ar für ein natur­wis­sen­schaft­li­ches Prü­fungs­fach ent­schei­den. Die Teil­nah­me am Unter­richt in den nicht gewähl­ten natur­wis­sen­schaft­li­chen Fächern ist dann nicht mehr ver­bind­lich. Auch kön­nen die Real­schü­le­rin­nen und Real­schü­ler bis zu zwei wei­te­re Fächer abwäh­len, in denen kei­ne münd­li­che Prü­fung statt­fin­den soll. Der Unter­richt auch in die­sen Fächern ist dann nicht mehr ver­bind­lich. Schü­le­rin­nen und Schü­ler, die den Haupt­schul- oder qua­li­fi­zie­ren­den Haupt­schul­ab­schluss erwer­ben, kön­nen eben­so bis zu drei Fächer, in denen kei­ne münd­li­che Prü­fung statt­fin­den soll, abwählen.

Unter­richt, weni­ger The­men in Prü­fun­gen, Nach­teils­aus­gleich in der Bewer­tung
Ab 3. Mai kon­zen­triert sich der Unter­richt aus­schließ­lich auf die schrift­li­chen und die gewähl­ten münd­li­chen Prü­fungs­fä­cher. Für die Abschluss­prü­fun­gen ste­hen zwei Prü­fungs­ter­mi­ne zur Ver­fü­gung. Der Erst­ter­min ist der regu­lä­re Ter­min. Eine Nicht­teil­nah­me am Erst­ter­min ist nur aus wich­ti­gem Grund möglich.

In Vor­be­rei­tung auf die Abschluss­prü­fung 2021 wur­den den Schu­len bereits zu Schul­jah­res­be­ginn The­men benannt, die nicht Schwer­punkt der zen­tra­len schrift­li­chen Prü­fun­gen sein werden.

Außer­dem wird für alle schrift­li­chen Prü­fun­gen eine Arbeits­zeit­ver­län­ge­rung von jeweils 15 Minu­ten gewährt.

Wie­der­ho­ler
Schü­le­rin­nen und Schü­lern, die die Abschluss­klas­se den­noch frei­wil­lig wie­der­ho­len wol­len, soll dies gewährt wer­den. Die Wie­der­ho­lung gilt in die­sem Fal­le nicht als Wie­der­ho­lung wegen Nicht­ver­set­zung und wird der Ver­weil­dau­er an der Schu­le nicht angerechnet.

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